Nach der Hochzeit

Im Stall

Gaius saß auf einem Strohballen und starrte auf den prachtvollen Apfelschimmel, der in der Box gegenüber gemütlich auf einem Heubüschel kaute. Wie war sein Name? Antares? Gaius war sich nicht sicher, jeder nannte den Hengst nur „Wildfang“, auch wenn von seinem Temperament gerade wenig zu sehen war. Die lange Reise von Caerleon Richtung Castle Maddy zehrte auch an seinen Kräften, vor allem, da er jeden Tag geritten wurde. Den Luxus, ein extra Pferd für Langstrecken zu reiten, um das Schlachtross zu schonen, konnten sie sich nicht mehr leisten. Sie hatten sogar zwei Packpferde von Caerleon ausleihen müssen, um die übrigen Hochzeitsgeschenke nach Hause zu transportieren. Und Gaius ritt die falbe Stute, die Marcus Gallus ihm bei ihrem letzten Besuch in Aquae Sulis versprochen hatte und deren Fohlen nun entwöhnt war.
Er war ohne besonderen Grund in den Stall gekommen, mehr aus alter Gewohnheit und war zunächst unschlüssig in der Stallgasse gestanden. Doch als der Wildfang ihn mit einem empörten Schnauben begrüßte, wusste er, was er hier suchte und nicht mehr finden würde. Ceincaled, sein Ross, sein treuer Begleiter und Freund, war nicht hier. Und der Wildfang war Cays Pferd, was ihn mit einem Neid erfüllte, der schon fast gegen das 10. Gebot verstieß. Er beschloss, das in seine nächste Beichte mit einzuschließen.
Der Besuch von Aquae Sulis schien ihm eine Ewigkeit her zu sein. Dabei waren es nur wenige Monate, die durch ihren Aufenthalt im Feenreich noch weiter verkürzt waren. Doch damals war noch alles in Ordnung gewesen. Seine Familie hatte erstaunlich erfreut auf seine keltische Verlobte reagiert. Und er hatte viel über sich und seine eigene, längst vergessene Kindheit gelernt. Helena, seine Mutter, war auch Keltin gewesen, und in seiner Kindheit hatte er engen Kontakt zu einem Waldgeist mit dem Namen Fannan. Den Dolch seiner Mutter, dessen Gegenstück Fannan besaß, hatte Gaius auf der letzten Queste ebenso verloren wie Ceincaled. Er hätte Fannan gerne gefragt, was das nun bedeutete, aber diese Kreaturen sprachen ja sowieso nur in Rätseln. In Aquae Sulis dachte Gaius noch, er würde sich diesem Teil seines Wesens nähern können. Doch nun, nach den Erlebnissen am Schwarzen Hof und einer heidnischen Hochzeit, fühlte er sich dem wieder so fern wie zuvor.
Er war nun seit sechs Tagen verheiratet. Sollte er nicht eigentlich glücklich sein? Schließlich hatte er lange damit gewartet. Dylan hatte noch vor Gaius gewusst, dass er sich für Cay interessierte. Dann kam das Essen zu Hofe, an Pfingsten vor zwei Jahren, an dem die Königin fragte, was Gaius dieses Jahr vorhatte. Und er fasste den Entschluss, während er ihr antwortete, dass er eine Frau finden wolle und heiraten. Der darauf folgende Ringeltanz mit heiratsfähigen Hofdamen war im Nachhinein mehr amüsant wie grauenvoll. Doch er hatte etwas Gutes: Gaius erkannte, dass für eine Hochzeit im Grunde nur eine in Frage kam. Sein Garderitter. Lady Caithlin. Und Dylan überzeugte ihn, dass ihre Ehe mit Ive, geschlossen und aufgelöst nach heidnischem Brauch, für Gaius kein Hindernis darstellen musste. Und so hatte er um ihre Hand angehalten.
Das Jahr Bedenkzeit, dass sie sich erbeten hatte, war hart. Die Feen spielten ihnen böse mit, entführten Cay, und verwandelten Cay in einen Mann. Zum Glück löste sich dieser Zauber, und ein Jahr später, in der Höhle des magischen Brunnens, der um sie herum sprudelte, fragte Gaius noch einmal. Diesmal stimmte sie zu, und Gaius war glücklich. Wo war dieses Gefühl hingekommen? Er musste es irgendwo am Schwarzen Hof verloren haben. Zuviel hatten sie bezahlt. Das Leben von Simon, Cays Knappen und Neffen. Sein Pferd. Seine Rüstung. Und seine Illusion, dass er eine Frau würde lieben können. Es war Sir Cay, sein Waffenbruder, den er mit ganzem Herzen liebte. Lady Caithlin schätzte er sehr, und war froh, sie an seiner Seite zu haben. Doch am Schwarzen Hof, in diesem Strudel der Gefühle, in den die Feen sie geworfen hatte, hatte Gaius erkannt, welcher Seite von Cay sein Herz gehörte. Vielleicht hatte es doch ein Gutes, dass sie nicht christlich geheiratet hatten. Wer weiß, ob der Herr es gut geheißen hätte, wenn er sie trotzdem zur Frau nahm? Aber mit ihr in Sünde zusammen leben, ohne den Segen der Kirche, war auch nicht besser. Und wenn Levellian recht hatte, sein aufmerksamer Knappe, dann spielte es sowieso keine Rolle, da Gott ja alles sah. Gaius ballte die Fäuste. Er vermisste Ceincaled so sehr, dass es schmerzte. Immer, wenn ihm die Dinge über den Kopf zu wachsen schienen, war der Hengst da gewesen, mit seiner ruhigen Kraft, als wolle er sagen: steig nur auf, ich trage dich aus dem ganzen Schlamassel. Und jetzt stand da nur dieser Wildfang und starrte misstrauisch unter halbgeschlossenen Augenlidern zurück.
Gaius hörte Schritte in der Stallgasse und sprang auf. Es war Cay, die sich auf seinem Strohballen niederließ und ihm bedeutete, sich zu ihr zu setzen. Ein kurzer Blick auf den Römer reichte ihr aus.
„Du vermisst Ceincaled, mhm?“
Gaius zögerte kurz und seufzte. „Ja“, gab er schließlich zu. „Auch wenn es mir nicht richtig erscheint, um ein Pferd zu trauern, wenn man einen Menschen verloren hat.“
„Ach was! Sie sind unsere Begleiter, unsere Freunde, unsere treuen Diener. Natürlich empfinden wir etwas für sie. Ich vermisse auch die Fuchsstute – immerhin war sie ein Geschenk deines Vaters. Und mit Ceincalad warst du ja viel länger zusammen. Ich kenne dich gar nicht ohne ihn.“
Gaius nickte, und begann zu erzählen. Wie er das Hengstfohlen geschenkt bekam, nachdem er sich mit aller Kraft dem Ziel widmete, Ritter zu werden. Wie sie gemeinsam von seinem Vater und Marcus Gallus ausgebildet wurden und ein unschlagbares Team wurden. Und auch von Glorowin, Ceincaleds Vater, den Marcus Gallus von seinen Reisen nach Spanien mitgebracht hatte.
Und je länger Gaius erzählte, um so besser ging es ihm. Es war fast, als würde seine Liebe zu Cay sich ausdehnen und das Loch füllen, das der Verlust seines Pferds dort gerissen hatte.
Sie warf einen Blick auf den Wildfang. „Wie sieht’s aus, möchtest du ihn morgen reiten?“
„Nein. Er ist dein Pferd. Vielleicht später.“
Cay nickte. Gaius hatte recht, es war ihr Pferd, und es würde Ceincaled nicht ersetzen können.

Myrdinn

Es wurde früh dunkel zu dieser Jahreszeit. Levellian war noch draußen auf der Weide. Er untersuchte gerade die Hufe von Stella, der Mutter der Zwillinge Castor und Pollux, als sie den Kopf hochwarf und wieherte. Von der Straße her, die vom Dorf nach Castle Meaddy führte, erklang eine Antwort, die Gaius‘ Knappen sehr bekannt vorkam. Konnte es wahr sein? Levellian löste den Führstrick, mit dem er Stella an einen Pfosten gebunden hatte, warf ihn über ihren Hals und schwang sich auf ihren Rücken.

Im leichten Galopp – schneller wollte er bei diesem Nebel nicht – ritt er zur Burg und traf dort gleichzeitig mit einem seltsamen Besucher ein. Der Mann trug einen Kapuzenmantel, der sein Gesicht verdeckte; hinter ihm schritten drei Pferde her, Gaius' Schlachtross Ceincaled, Cays Fuchsstute Sundance und ein weiteres Reitpferd, das an der unglückseligen Queste teilgenommen hatte. Wortlos deutete er auf Levellian, der perplex die näherkommenden Pferde an den Zügeln nahm. Dann wandte sich der Unbekannte wieder Richtung Burgtor, das seltsamerweise immer noch weit offen stand. "Was ist mit den Wachen?", dachte Levellian, befestigte schnell die Zügel an einem Holm und eilte dem Mann hinterher.
„Herr, wartet doch!“
„Kümmer dich um die Pferde“, antworte dieser in einem Ton, dem Levellian nicht widersprechen wollte. Der Knappe holte ein paar Stricke und sammelte die Pferde ein. Ceincaled tänzelte an seinem Führriemen und sog den Duft seiner Heimat ein. Dann gab er ein trompetenhaftes Wiehern von sich, das angriffslustig aus dem Stall vom Wildfang beantwortet wurde. Da müssen wir wohl jemanden umquartieren, dachte Levellian.
Keine Minute später kamen Sir Gaius und Lady Caithlin auf den Burghof gerannt. Auch sie hatten Ceincaled erkannt. Gaius verlangsamte seinen Schritt und blieb einige Meter vor Ceincaled stehen. „Wo warst du denn, Alter?“, sagte er leise. Da senkte der mächtige Hengst seinen Kopf und trat zu seinem Ritter, der sein Gesicht in der Mähne verbarg.
Währenddessen wandte sich Lady Caithlin an Levellian. „Wo hast du denn auf einmal die Pferde her?“.
Der Knappe musste angestrengt nachdenken, es war, als würde sich der Kapuzenmann aus seinem Gedächtnis davon stehlen wie aus der Burg. Aber dann antwortete er: „Ein Mann hat sie gebracht. Gerade eben.“
„Und wo ist er jetzt?“
„Wieder gegangen. Zum Burgtor hinaus.“
Gaius drehte sich zu ihnen um. „Und du hast ihn nicht hereingebeten? Wollte er nichts dafür haben?“
Levellian schüttelte den Kopf. „Nein, das ist seltsam. Wie ein Schatten war er.“
Caithlin und Gaius tauschten nur einen Blick. „Myrdinn“, flüsterte sie.
Gaius nickte und schwang sich auf den bloßen Rücken Ceincaleds. „Weit kann er nicht sein“, rief er, und galoppierte aus dem Burghof. Caithlin griff die Zügel von der Fuchsstute und ritt hinterher.
Der Druide war schon erstaunlich weit zu Fuß gekommen, doch zu Pferd hatten sie ihn bald eingeholt. Gaius ritt an ihm vorbei, sprang von Ceincaleds Rücken und stellte sich ihm in den Weg. Myrdinn blieb stehen und sah ihn durchdringend an.
„Myrdinn. Habt ihr unsere Pferde zurückgebracht?“, fragte Gaius.
Der Druide nickte.
„Und wo wollt ihr heute Nacht noch hin?“
„Wieder zurück.“
„Zu Fuß?“
Wieder nickte der Druide.
„Wollt Ihr nicht hereinkommen?“
„Nur, wenn ich hier willkommen bin.“
Gaius seufzte innerlich. Seine Wut auf den sturen Druiden war inzwischen verraucht, auch wenn diese unheilvolle Queste dessen Idee gewesen war.
„Wer mir einen solchen Schatz zurückbringt, ist mir immer willkommen. Kommt mit.“
Er begleitete den Druiden zu Fuß zurück zur Burg, während Cay schon vorausritt.

Sie respektierte Gaius‘ Entscheidung, auch wenn sie dem Druiden lieber nicht so bald wieder begegnet wäre. Die Überraschung und Freude darüber, dass die Pferde wieder hier waren, wetteiferte mit der stillen Wut, die immer noch in Cay herrschte, wenn sie an den Myrdinn dachte und seine unsinnige Queste, die Simon das Leben gekostet hatte. Oder waren es Schuldgefühle? Sie hätte Simon nicht mit auf die Queste nehmen müssen, als Lady Caithlin war ein Knappe nicht nötig gewesen. Doch Aneirin hatte keinen Knappen gehabt. Und sie wollte sich das Theater gar nicht vorstellen, das Simon veranstaltet hätte, wenn er zuhause hätte bleiben müssen. Stur waren sie alle in der Familie Beringar. Egal ob Ritter oder Dame, Simon wäre bei Cay geblieben. Er hatte sich immer für sie verantwortlich gefühlt, obwohl sie als sein Ritter und seine Tante eigentlich auf ihn hätte aufpassen müsste. Gareth hatte ihn ihr anvertraut, er war sich völlig sicher gewesen, dass ihm bei ihr nichts zustoßen würde. Als Ritter kannte Gareth natürlich die Gefahren, denen jeder, der sich diesem Weg verschrieben hatte, ausgesetzt war. Und doch würde Cay niemals die Reaktion ihres Bruders vergessen, als er begriff, dass sein Sohn niemals zu ihm zurückkommen würde. Cay versuchte, die Schuld nicht bei sich zu suchen, obwohl ihr das immer noch nicht gelang, aber Myrdinn war dafür ein guter Kandidat. Hätte er sie nicht auf diese Queste geschickt... Als sie den Burghof erreichten, bemerkte Cay, dass sie sich wieder einmal, wie so oft in den letzten Tagen in diesen düsteren Gedanken verstrickt hatte, in einem Strudel, der sie mitriss ohne zu einem Ziel zu führen. Diese Gedanken halfen ihr nicht, aber noch konnte sie sich schwer davon lösen. Und sie war nicht sicher, ob sie Myrdinn jemals würde verzeihen können.

Das gemeinsame Abendessen in der Halle verlief schweigend. Gegen Ende fragte Gaius den Druiden, wo er die Pferde gefunden hatte. Dieser erzählte von seiner Suche auf den Spuren ihrer Queste, und dass er leider nicht alle Pferde und auch keine Ausrüstung mehr gefunden hätte. Gaius bedauerte zwar den Verlust seiner Rüstung, aber damit hatte er sich schon früher abgefunden, und die Rückkehr von Ceincaled machte das mehr als wett.
„Noch eines, Myrdinn“, sagte Gaius, bevor sich die kleine Gesellschaft auflöste. „Ihr habt uns in Caerleon nicht die Zeit gelassen, das zu tun: Ich danke euch, dass ihr unsere Pferde zurückgebracht habt. Ich nehme Eure Entschuldigung an.“
Caithlin setzte ein leises „Ich auch“ hinzu, das sie einiges an Überwindung kostete.
„Und ich vergebe Euch.“
Für diese Worte bekam Gaius sowohl von Myrdinn als auch von Caithlin einen finsteren Blick. Der Römer zuckte lächelnd mit den Schultern und verließ die Halle.

Myrdinn verließ die Burg am nächsten Tag mit dem ersten Tageslicht. Nur wenig später war Gaius im Stall. Levellian hatte für den Wildfang eine neue Box gefunden, und so stand Ceincaled an seinem angestammten Platz. Gaius nahm sich Zeit, das Pferd von Kopf bis Fuß zu striegeln und zu untersuchen. Dabei wurde ihm zum ersten Mal bewusst, dass der Hengst nicht mehr der Jüngste war. Er rechnete nach: acht Jahre war es nun her, da er die Nacht mit Marcus Gallus im Stall verbracht hatte, um die Geburt ja nicht zu verpassen. Es wurde Zeit, dass er sich an den Gedanken gewöhnte, dass Ceincaled mehr Zuchthengst als Schlachtross wurde.

Caithlin kam in den Stall. Sie hatte Gaius beim Frühstück vermisst und ihr erster Gedanke war natürlich richtig: der Römer war bei seinem geliebten Pferd. Sie schlüpfte zu den beiden in die Box.
und lächelte. Seit langem hatte sich Gaius nicht mehr so gut gelaunt gesehen. Aber etwas bewegte sie doch. Sie streichelte Ceincaleds Mähne und murmelte: “Ob er mich vielleicht doch gehört hat?“
Gaius schaute unter dem Pferdehals vor. „Wer hat was gehört?“
„Der Christengott. Ich wollte ihn bitten, dass er Ceincaled zurückbringt. Aber ich wusste nicht so recht, wie. Ich kannte die Worte dafür nicht.“
Gaius lächelte. „Ich bin mir sicher, dass er dich gehört hat.“
„Woher weißt du das? Du hast ihn doch sicher auch darum gebeten.“
Der Römer schüttelte den Kopf und schluckte. „Nein. Ich … ich habe mich nicht getraut.“
„Was?“, fragte Caithlin verblüfft. „Warum das denn? Ich dachte… ich meine, ich weiß ja nicht viel darüber, aber heißt es nicht, dass ihr mit allen Dingen zu eurem Gott kommen könnt, egal was es ist?“
„Ja, schon“, gab Gaius zu, „aber – ich war der Meinung, dass ich es nicht verdient habe. Die Sache mit der heidnischen Hochzeit. Ich weiß einfach nicht, was das genau bedeutet, in Sünde zu leben. Und da wollte ich nicht mit sowas ankommen.“
„Warum denn nicht? Wenn man doch um alles bitten darf.“
„Ja, aber komme doch nicht zu meinem Vater und bitte ihn um ein Geschenk, wenn ich grade was Schlimmes angestellt habe.“
„Ein Vater verzeiht seinen Kinder. Egal, was sie getan haben. Er liebt sie trotzdem und sorgt für sie.“
Gaius musste ob dieser einfachen Erklärung lächeln. Vielleicht war es gerade dieser kindliche, vertrauensvolle Glaube, der ihm manchmal fehlte. „Vermutlich hast du recht. Und Levellian.“
„Was hat denn Levellian gesagt?“
„Er fragte mich, warum denn die christliche Hochzeit so wichtig für mich wäre. Wo Gott mich doch auch bei der heidnischen Hochzeit sehen kann. Ich sagte, weil das eben keine Hochzeit vor der Kirche sei, und ich den Segen der Kirche für unser Seelenheil wollte. Da sagte er, solange du Heidin bist und ich Christ, ginge es sowieso nur um mein Seelenheil – um deines würden sich ja deine Götter kümmern. Das heißt, auch eine christliche Hochzeit würde an der jetzigen Situation nichts ändern. Und wenn jetzt Gott schon auf deine Bitten hört, kann er ja nicht so böse darüber sein. Auf jeden Fall werde ich ihm dafür danken, dass Ceincaled wieder hier ist, auch wenn ich nicht darum bitten konnte.“
„Darf ich mitkommen? Ich möchte gerne kennenlernen, wie ihr das macht. Auch wenn ich mich in euren Kirchen immer noch etwas eingeengt vorkomme. Unter der großen Eiche ist es irgendwie schöner.“
„Natürlich darfst du das! Wir gehen jetzt erst in die Kapelle, und danach machen wir noch einen Dankes-Ausritt.“

Das Fest

Gaius spricht mit dem Dorfpater. Er möchte, dass in Zukunft alle Dorfbewohner zum Gottesdienst eingeladen sind, nicht nur die Christen. Dafür möchte er eine richtige Kirche bauen lassen. Der Pater soll die Liturgie entsprechend anpassen. Er ist nicht begeistert, fügt sich aber seinem Baron.

Wenig später gibt Castle Maddy ein großes Fest für alle Bewohner des Lehens auf der Burg. Die Hochzeit und die neue Burgherrin werden gefeiert. Im Laufe der Feier hält Gaius eine Ansprache: „Einige von euch sind Christen, wie ich. Viele von euch sind Heiden, so wie meine Frau. Und wir leben gemeinsam in dem Land des Hochkönigs. Wir haben unter dem Segen eines Druiden nach heidnischem Brauch geheiratet. Ich möchte nun auch den Heiden die Gelegenheit geben, den Christengott kennen zu lernen. Lady Caithlin möchte das tun, was mich sehr freut. Wir werden eine Kirche bauen in Maddy, die Platz für alle bietet. Und ich möchte alle Bewohner von Maddy und alle Gäste einladen, an unseren Gottesdiensten teilzunehmen. Niemand soll gezwungen werden, seinen Glauben zu ändern. Aber ich freue mich über jeden, der diese Gelegenheit wahrnimmt.“

Die Kirche, die nun gebaut wird, verbindet in ihrer Ausgestaltung keltische und christliche Symbolik (ein Baum des Lebens mit Dornen, …). Caithlin beteiligt sich begeistert an der Planung und sorgt dafür, dass genügend Licht in die Kirche fällt.

Levellian

Es war Mitte Februar, und Maddy war in tiefem Schnee versunken. Gaius saß über den Büchern und zählte Einnahmen und Ausgaben. Dass Myrdinn die meisten ihrer Pferde wiedergebracht hatte – und auch Ceincaled, dem Himmel sei Dank! – entspannte die Lage, auch wenn es ein teures Jahr werden würde. Sie brauchten mehr Personal, an Pfingsten würde er seine neue Rüstung bezahlen müssen, das Gestüt wuchs und war noch nicht die Einnahmequelle, die es in ein paar Jahren werden sollte, und außerdem wollte er ja noch eine Kirche bauen. Sein Vater unterstützte das Projekt großzügig, aber trotzdem aber es knifflig.
Es klopfte an der Tür, und sein Knappe Levellian bat um ein Gespräch. Gaius war froh um die Unterbrechung und bot ihm einen Sitzplatz an. „Was gibt’s?“

Gaius fiel auf, wie sehr sich Levellians Sprache im letzten halben Jahr verbessert hatte. Der Unterricht auf Caerleon hatte dem Jungen aus Maddy gut getan. Er nickte wohlwollend und bedeutete ihm, weiterzusprechen.
„Nun, weil wir wieder hier in Maddy sind, habe ich an meinem freien Tag meine Familie besucht. Und da habe ich die Ursel getroffen, die wo meiner Mutter immer beim Brotbacken hilft. Und gestern, bei dem Fest, da hat die Ursel, also die hat mich gefragt, ob sie sich heiraten möchte.“
Amüsiert stellte Gaius fest, dass sich die Wirkung des Unterrichts wohl nicht auf Themen erstreckte, die mit der dörflichen Herkunft seines Knappen zu tun hatte. Und dass seine eigene Hochzeit offenbar ansteckend auf seine Umgebung wirkte. Aber seinem Knappen war es ernst, und so bemühte er sich ebenfalls. „Und, was hast du geantwortet?“
„Keine Ahnung! Ich mein, ich war völlig von den Socken! Und dann ist sie weggerannt und hat geheult. Aber was soll ich denn da sagen?“
„Nun, das kommt darauf an. Magst du die Ursel? Könntest du dir denn vorstellen, sie zu heiraten? Nicht jetzt sofort, aber später vielleicht?“
Levellian dachte kurz nach. „Ja, eigentlich sehr. Aber – wenn man heiratet, dann gründet man ja eine Familie. Und die muss man doch irgendwie versorgen. Aber ich habe doch nichts.“
„Du hast vielleicht jetzt gerade nicht viele Güter. Aber du besitzt eine ganze Menge: zum Beispiel eine schnelle Auffassungsgabe, eine ordentliche Ausbildung, und du bist mir ein treuer Knappe, der nicht auf den Mund gefallen ist.“
„Ja, schon. Aber was bringt mir das? Ich meine, davon kann ich doch keine Familie versorgen. Und ein Ritter kann ich nicht werden, weil ich nicht von Stand bin.“ Gaius öffnete den Mund, doch Levellian sprach sofort weiter. „Nein, Herr: ich weiß, dass es das schon gegeben hat, dass Männer zum Ritter geschlagen wurden, die nicht von Stand waren. Aber dazu gehört einiges, und ein Ritter braucht auch ein Einkommen, ein Vielfaches von dem, was man für eine Familie braucht. Auch wenn ich natürlich sehr gerne ein Ritter werden würde, glaube ich nicht, dass das was wird. Es wäre es töricht, darauf zu hoffen.“
Gaius nickte. Seine Befürchtung, dass Caerleon Levellian den Kopf verdrehen würde, war völlig unbegründet gewesen. Der Knappe war ein Realist, und erkannte die Dinge als das, was sie waren. Diesen klaren Blick würde er sich selbst auch manchmal wünschen. Aber trotzdem übersah Levellian etwas. „Du hast klug gesprochen, Levellian. Aber trotzdem glaube ich, dass sich deine Knappenzeit für dich auszahlen wird. Es gibt viele Möglichkeiten, wie du dein tägliches Brot verdienen kannst. Du könntest natürlich Knappe bleiben, wenn du Freude daran hast, bei mir oder einem anderen Ritter. Aber das verträgt sich weniger mit einer Familie, weil du da viel auf Reisen sein wirst. Wenn du also weiterhin so gute Dienste leistest und dich dann eines Tages entschließt, deine Knappenzeit zu beenden und Castle Maddy verlassen willst, dann würde ich dir für deine Dienste ein Stück Land auf Maddy anbieten, das du bestellen kannst.“
Der Knappe bekam leuchtende Augen, aber Gaius war noch nicht fertig.
„Aber ich denke, dass es auch hier gute Möglichkeiten für dich gibt. Auf Castle Maddy brauchen wir Leute, die sich mit Pferden auskennen. Du könntest Stallmeister werden, oder eine andere Aufgabe übernehmen. Ich werde auf jeden Fall dafür sorgen, dass du Möglichkeiten erhältst, die deinen Fähigkeiten entsprechen.“
„Ich … soweit hatte ich gar nicht gedacht, Herr. Ich danke euch!“
„So. Und jetzt – was hast du heute noch zu tun?“
„Ich wollte das Lederzeug flicken, das noch von letztem Jahr auf dem Stallboden liegt.“
„Das hat Zeit bis morgen. Den Rest des Tages nimmst du dir frei, reitest ins Dorf zu Ursel, und sagst ihr, was du für sie empfindest. Du musst sie ja nicht sofort heiraten.“
Levellian verbeugte sich und bedankte sich nochmals, bevor er wie das Zimmer verließ und wie ein Wirbelwind die Treppe hinunterstürzte.
Gaius lächelte. Er genoss die Energie, die von dem Jungen ausging, als könnte er die ganze Welt erobern. Wobei – ein Junge war er nicht mehr, eher ein junger Mann, er würde jetzt wohl an die siebzehn Winter zählen. Doch dann fiel ihm Simon wieder ein, der auch noch sein ganzes Leben vor sich gehabt hatte, als Erbe Beringars. Und der sein Leben für die Liebe von Cay und Gaius gelassen hatte.

Der neue Knappe

Cay beobachtete, wie Levellian das Pferd sanft aber entschlossen über das Hindernis brachte. Der junge Mann hatte in den letzten Jahren das Reiten wirklich perfekt gelernt und was Pferde anging verfügte er fast wie Gaius über einen besonderen Sinn. Und er war ein sehr guter Knappe geworden, der den Platz an Gaius Seite wie selbstverständlich wieder eingenommen hatte, auch wenn alle wussten, das es wohl nur so lange sein würde, bis Cadfannans Ausbildung in Caerleon bei Merlin abgeschlossen war. Gaius hatte Caithlin gefragt, ob Sir Cay jemals wiederkommen würde. Cay hatte dies niemals ausgeschlossen, im Gegenteil. Eigentlich passte die Rolle der Frau nicht zu ihr. Doch die Ereignisse in der Feenwelt und auch ihre Aufgaben hier auf Castle Maddy als Burgherrin hatten sie diese Seite schätzen gelehrt. Allerdings war sie auch Ritter und als Gaius Waffenbruder mit ihm unterwegs sein zu können, im Kampf ihren Mann zu stehen, all dies war ein Teil ihrer Seele, den sie nicht aufzugeben bereit war. Doch dann müsste sich Cay an den Gedanken gewöhnen, eine neuen Knappen zu haben. Sie wusste noch nicht, ob sie dazu bereit war. Andererseits würde Simon es nicht wollen, dass sie ihren Traum und ein Teil ihres Lebens aufgab. Entschlossen machte sie kehrt, war in Windeseile umgezogen und zerrte Midnight, der ob der Störung seines mittäglichen Nickerchen ein wenig unwillig war, hinaus auf den Trainingsplatz.
„Nun komm schon alter Knabe, lass die Zicken“, murmelte sie, als er beim Nachgurten herumtänzelte. Levellian hatte sie bemerkt und ritt näher. „Mylady..., Sir Cay, das kann ich doch für Euch machen.“
Sie sah auf. „Danke, ich schaff das schon. Er ist nur ein wenig bockig heute.“ Sie gab dem Hengst einen leichten Klaps auf den schwarzen Hintern. „Levellian?“
„Ja?“
„Kennst du jemanden hier aus der Gegend, der sich zum Knappen eignen würde? Ich meine, ich bin noch nicht sicher, wie bald…, aber wenn Gaius mich braucht, nun, dann sollte der Knappe zumindest mit seiner Ausbildung begonnen haben.“
Levellian nickte. „Ja, ich kenne jemanden. Meinen Cousin Niall. Er ist ein paar Jahre jünger als ich.“
„Kann er mit Pferden umgehen?“
„Er mag Pferde sehr gerne. Und er hat einige Zeit als Stallbursche bei einem Nachbarn gearbeitet.“
„Gut. Kannst du ihn morgen mit hierher bringen?“
„Ja, sicher. Er wird sich bestimmt sehr freuen.“
„Mach ihm keine zu große Hoffnungen. Ich möchte ihn nur mal kennen lernen“, dämpfte Cay Levellians Begeisterung.
Beim Abendessen erzählte Cay Gaius von ihrem Vorhaben.

Am Morgen bereute Cay ihren Entschluss allerdings schon. Sie hatte schlecht geschlafen, ihr war übel und den größten Teil des Morgenbreis ließ sie stehen. Seit einigen Tagen wusste sie endlich mit Gewissheit, woher ihre Stimmungsschwankungen und die Übelkeit kamen. Doch sie hatte Gaius bisher noch nichts davon gesagt. Sie wartete auf den richtigen Zeitpunkt.
Einen schlechteren Zeitpunkt als heute konnte es allerdings nicht geben, um sich eine neuen Knappen zu wählen, fürchtete Cay. Doch sie stand zu ihrem Wort, wollte auch Levellian und Gaius nicht enttäuschen. Allerdings nahm sie sich vor, den Jungen zu prüfen. Wenn er nichts taugte, konnte sie ihn immer noch wieder nach Hause schicken.
Levellian wartete bereits vor den Ställen, als sie mit Gaius hinunter kam. Neben dem Knappen stand ein sichtlich nervöser Bursche von ungefähr dreizehn Jahren. Seine Verwandtschaft zu Levellian war unverkennbar, dasselbe rote, strubbelige Haar. Doch er war etwas schlanker als Levellian und hatte dunkle Augen.
„Niall, dies sind Sir Gaius und Lady Caithlin“, übernahm Levellian die Vorstellung. „Mein Cousin Niall.“
„Freut mich, dich kennen zu lernen, Niall“, begrüßte Cay ihn. „Dann komm erst mal mit, ich zeige dir die Pferde, du kannst mir beim Satteln helfen.“
Sie erklärte dem Jungen, wo das Lederzeug war und was zu welchem Pferd gehörte.
„Das ist ja ein Prachtbursche“, murmelte Niall mit leuchtenden Augen, als sie die Box von Antares betraten.
„Er ist recht jung und muss noch einiges lernen. Aber da Cays anderes Schlachtross aus Altergründen bald in die Zucht gehen soll, kümmere ich mich auch um seine Ausbildung. Hier“, sie reichte Niall eine Kiste mit Striegel und Bürste. „Putze und sattle ihn, dann könnt ihr euch gleich ein wenig beschnuppern.“
Etwas später auf dem Reitplatz zeigte Cay Niall einige der Aufgaben und Pflichten, die er als Knappe zu leisten hatte. Niall hörte aufmerksam zu und gab sich Mühe, ihre Anweisungen zu befolgen. Seine Nervosität hatte sich gelegt und er war mit großem Eifer bei der Sache. Hin und wieder spähte er zu Levellian hinüber, wie er es machte und erntete ein ermutigendes Lächeln seines Cousins. Doch Cays Laune war nicht die beste und das übertrug sich auf den jungen Hengst. Er war nervös und scheute bei jeder Kleinigkeit. Ärgerlich schnauzte Cay Niall an, als er die Lanze zum zweiten Mal von der falschen Seite reichte und damit den Wildfang erschreckte. Sie ließ den Knappen stehen und ritt einige Male in ruhigem Galopp um den Platz, um dem Hengst und sich die Zeit zu geben, sich zu sammeln.
Als sie sich der Gruppe wieder näherte, hörte sie Niall, wie er Gaius fragte: „Warum macht denn Sir Cay die Prüfung nicht selbst?“
Gaius grinste und sagte: „Lady Caithlin kennt Sir Cay besser als jeder von uns. Und wenn du sein Knappe werden willst, musst du bereit sein, auch Befehle von einer Dame entgegen zu nehmen.“
Cay schnaubte und ritt noch eine Runde. Vorlaut war der Kleine auch noch.

Nach einigen für alle anstrengenden Stunden überließ sie es Levellian und Niall, die Pferde trocken zu
reiben und zu versorgen.
Beim Essen sprachen Gaius und Cay über Niall.
„Er hat sich ganz gut gemacht, meinst du nicht auch?“, wandte sich Gaius an seine Frau.
„Nun ja, er war aufmerksam und willig. Aber…, ach ich bin mir nicht sicher, ob er der richtige ist.“
„Er hat sicher noch viel zu lernen.“ Gaius dachte an die erste Zeit von Levellians Ausbildung zurück.
„Aber gerade deshalb sollten wir so bald wie möglich mit seiner Lehre anfangen.“
„Du hast dich also schon entschieden“, bemerkte Cay bissig und zählte Gaius einige Fehler und Eigenschaften auf, die sie bei Niall gestört hatten. „Zudem sehe ich ein Problem darin, ob er damit umgehen kann, was ich bin. Ich brauche jemanden, dem ich voll und ganz vertrauen kann und der auch kein Schwierigkeiten damit hat und der verschwiegen ist. Ich denke nicht, dass er dazu in der Lage ist.“
„Du kennst ihn doch noch gar nicht. Du solltest nicht so schnell urteilen. Gib ihm eine Chance.“
Doch Cay war nicht in gnädiger Stimmung. „Ich weiß gar nicht, was diese ganze Diskussion überhaupt soll. Vielleicht wäre es besser, du suchst dir zu einem neuen Knappen auch gleich einen neuen Garderitter.“ Sie sprang auf und stieß dabei an den Tisch, Suppe schwappte über den Rand der Schüssel. „Ich glaube, du wirst noch eine ganze Weile auf Sir Cay verzichten müssen“, rief sie Gaius zu, stürmte aus dem Raum und schlug die Tür hinter sich zu.
Gaius blieb verblüfft sitzen. Er fragte sich, was Caithlins Zorn erregt hatte. So aufbrausend kannte er sie gar nicht. Vermutlich lag es am Verlust von Simon, der sie sicher noch belastete. Er fragte sich, wie Heiden mit einer solchen Schuld leben konnten, ohne die Möglichkeit der Vergebung. Das war sicher schwierig. Oder – Gaius fröstelte – vielleicht nahm sie es ihm auch übel, dass seine wahre Liebe immer ihrer anderen Identität galt. Er seufzte. In Männergesprächen hatte er oft gehört, dass Frauen komplizierte Wesen seien. Er hatte die meisten jedoch als eher einfach gestrickt empfunden – zumindest die Hofdamen, mit denen er sich abgeben musste, als er noch unverheiratet war. Aber langsam begann er zu verstehen, was die anderen Männer gemeint haben könnten.
Er beschloss, dass die Zukunft von Niall nicht von Caithlins Launen abhängig sein sollte. Am nächsten Morgen rief er Niall und Levellian zu sich und teilte ihnen mit, dass er selbst mit Nialls Ausbildung beginnen würde, bis Sir Cay wieder zurückkäme. Dann schickte er die beiden zum Ausmisten. Und dann suchte er Cay.
Sie saß immer noch beim Frühstück und stocherte lustlos in ihrem Brei herum.
„Lady Caithlin“, begrüßte er sie förmlich, aber freundlich.
Sie sah auf, und wirkte eher nachdenklich als wütend.
Gaius setzte sich zu ihr und erzählte ihr von seinem Beschluss. „Vielleicht schaust du ihn dir kurz vor Pfingsten wieder an.“
Sie schüttelte den Kopf. „Ich werde so bald keinen neuen Knappen brauchen. Nicht dieses Jahr.“
Gaius legte seine Hand auf ihre. „Ich verstehe, dass du Simon vermisst. Niemand wird ihn ersetzen können. Aber irgendwann musst du schon darüber nachdenken, einen neuen Knappen zu nehmen, und rechtzeitig mit seiner Ausbildung beginnen.“
„Es geht nicht um Simon, Gaius. Allerdings einen Knappen werde ich wohl erst wieder brauchen, nachdem das Kind geboren ist.“, Cay lächelte. „Ich bin schwanger.“
Gaius fiel aus allen Wolken. „Was? Wirklich? Wann ist es soweit?“
„Im Oktober, vermutlich.“
„Dieses Jahr schon!“
Cay lachte. „Nur Stuten tragen elf Monate. Natürlich noch dieses Jahr. Aber auf deinen Garderitter wirst du eine Weile verzichten müssen.“
„Das macht doch nichts! Wir kriegen ein Kind!“ Auch Gaius freute sich. Endlich hatte er etwas richtig gemacht.

Sir Gaius/Nach der Hochzeit (last edited 2008-01-10 12:30:02 by DanielaNicklas)